Kastration von Katzen

Jährlich werden unzählige kleine Katzen geboren. Es ist unmöglich, für alle diese Katzen einen guten Lebensplatz zu finden.

Warum sollten Katzen kastriert werden?

  • Jährlich werden unzählige kleine Katzen geboren. Es ist unmöglich, für alle diese Katzen einen guten Lebensplatz zu finden. Hätte ein Katzenpaar jährlich zweimal vier Jungtiere, die sich ebenfalls weitervermehren würden, gäbe es, ausgehend von diesem einzigen Katzenpaar, nach zehn Jahren 19 Millionen Katzen!
  • Die Lebenserwartung einer unkastrierten Katze ist leider erschreckend kurz. Gerade Kater legen oft weite Strecken zurück, um rollige Kätzinnen zu finden. Sehr oft kehren sie von diesen Wanderungen nicht mehr zurück, da sie beim Überqueren einer gefährlichen Strasse überfahren wurden.
  • Durch die Kastration eines Katers wird verhindert, dass er in der Wohnung markiert. Auch verliert ein kastrierter Kater den unangenehmen „Katergeruch“.
  • Das Verhalten einer unkastrierten Kätzin während der Rolligkeit kann für die Besitzer (und deren Nachbarn) nervenaufreibend und schlafraubend sein. Zudem wird eine Kätzin zwischen Februar und September alle drei Wochen rollig.
  • Eine kastrierte Katze hat kein oder kaum ein Risiko, an hormonell bedingten Erkrankungen wie Eierstock- oder Gebärmutterzysten, Gesäugetumoren oder Gebärmutterentzündungen zu leiden.
  • kastrierte Katzen haben ein deutlich geringeres Risiko, sich mit FeLV (Leukose) oder FIV (Felines Immunschwäche Virus) zu infizieren.
  • nach Auseinandersetzungen um eine paarungsbereite Kätzin oder Revierkämpfen kommen Kater oft verletzt nach Hause. Diese Verletzungen führen in manchen Fällen zu Abszessen und Fieber, was einen Besuch beim Tierarzt nötig macht.

Was sind die Nachteile einer Kastration?

  • Eine Kastration kann nicht rückgängig gemacht werden.
  • Nach der Kastration kann oft eine Gewichtszunahme beobachtet werden. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass kastrierte Katzen ruhiger werden und daher weniger Kalorien verbrauchen, andererseits auch damit, dass Katzen zu einem Zeitpunkt kastriert werden, bei dem ihr Wachstum nahezu abgeschlossen ist und sie darum natürlicherweise weniger Energie brauchen, egal ob sie nun kastriert sind oder nicht. Mit einer angemessenen Fütterung kann man das Problem der Gewichtszunahme gut in den Griff bekommen.

Wann sollen Katzen kastriert werden?

  • Kätzinnen ab einem Alter von 6 Monaten, Kater ab 7 Monaten.
  • Die Kastration einer Kätzin in den ersten Wochen der Trächtigkeit ist medizinisch unbedenklich.
  • Säugende Kätzinnen sollten idealerweise 4-5 Wochen nach der Geburt ihrer Jungen kastriert werden.

Was ist vor der Kastration zu beachten?

  • Es sollten nur gesunde Tiere kastriert werden. Jede Katze wird vor der Kastration vom Tierarzt untersucht, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren.
  • Da für die Kastration eine Vollnarkose nötig ist, müssen die Tiere nüchtern sein, d.h. sie dürfen in den letzten 12 Stunden vor der Operation (= Vorabend ab ca. 20 Uhr) nichts gefressen haben. Flüssigkeit soll den Katzen jedoch wie gewohnt zur Verfügung stehen.

Was ist nach der Kastration zu beachten?

  • Falls es möglich ist, sollte eine Katze die ersten 2-3 Tage nach der Kastration in der Wohnung bleiben.
  • Kätzinnen haben nach der Operation eine Bauchnaht. Die meisten Tiere tolerieren diese Naht problemlos. Sollte eine Katze jedoch vermehrt daran lecken und an den Fäden knabbern, sollte dies entweder mit einem Body oder einem Halskragen verhindert werden.
  • Rund 10 Tage nach der OP werden die Fäden gezogen (falls kein resorbierbarer Faden verwendet wurde). Bei diesem Anlass wird vom Tierarzt auch kontrolliert, ob die Heilung planmässig verläuft.